Was bedeutet es eigentlich, in der Kindertagespflege systemisch zu denken?
Kurz gesagt: Es geht darum, Kinder und ihre Verhaltensweisen immer im Zusammenhang mit ihrem Umfeld, ihren Beziehungen und ihren Erfahrungen zu betrachten. Zudem wird im systemischen Ansatz der Blick konsequent auf Ressourcen, Stärken und Entwicklungsmöglichkeiten gerichtet. Pädagogische Fachkräfte nutzen oft schon in ihrem beruflichen Alltag systemische Methoden, ohne sie bewusst so zu nennen. So werden bereits vorhandene Kompetenzen häufig unterschätzt und dadurch auch nicht konsequent genutzt.
In dieser praxisnahen Veranstaltung lernen Teilnehmende durch konkrete Fallbeispiele, wie sie ihre Kompetenzen gezielt in ihrem Arbeitsalltag einsetzen können. Es wird gemeinsam erarbeitet, wie eine systemische Haltung die pädagogische Arbeit nachhaltig verändern kann. Durch diese veränderte Perspektive kann das pädagogische Handeln oft wirksamer und leichter werden.
Im zweiten Teil stehen dann konkrete, direkt umsetzbare Methoden im Fokus. Diese sind so ausgewählt, dass sie auch mit den Kleinsten gut funktionieren. In Gruppen werden typische Alltagssituationen durchgespielt, Methoden ausprobiert und anschließend gemeinsam reflektiert. Die Veranstaltung schafft Raum für praktisches Ausprobieren, kollegialen Austausch und Reflexion. Das Ziel ist, dass die Teilnehmenden praxistaugliche Methoden direkt in den beruflichen Alltag mitnehmen. Durch diese Methoden werden Kinder dabei unterstützt, ihre Fähigkeiten und Kompetenzen besser zu erkennen und dadurch auch nachhaltig gestärkt.
Familien für Kinder gGmbH, Stresemannstr. 78, 10963 Berlin